12.05.13 Übernahme der Stromkosten bei eigener Gasetagenheizung

Praxis des Jobcenters Goslar bei den Kosten der Unterkunft: Übernahme der Stromkosten bei eigener Gasetagenheizung
trotz zugesagter  umfassender Information für Erwerbslose - Leistungsanspruch weiterhin oft unbekannt 
Sehr geehrter Herr Landrat, die damalige Kreistagsfraktion „Goslarer LINKE“ hatte für die Kreistagssitzung am 04. 07. 2011 zum dritten Male eine Anfrage zu der Übernahme der Stromkosten für eine eigene Gasetagenheizung – ohne Antrag, d. h. von Amts wegen -  (Vorlage X / 762) gestellt.
 Zitat aus der  erfreulichen    Antwort des Jobcenters auf die Anfrage am 4. 7. 2011:  
„Die betroffenen Bezieherinnen und Bezieher von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II werden umfassend über die Möglichkeit einer Übernahme der Stromkostenanteile für den Betrieb einer Umwälzpumpe informiert.“ Zitat Ende
Leider waren seitdem immer noch viele ALG II - Bezieher in meiner Beratung, die -  trotz der aufgrund meiner Anfrage am 4. Juli 2011 zugesagten Information – von diesem Leistungsanspruch nichts wussten.
Ich vermute, dass MitarbeiterInnen des Jobcenters aufgrund Überlastung u. a. wegen Personalknappheit, d. h. ohne eigenes Verschulden, ihr Augenmerk nicht auf den Zusammenhang zwischen beim Jobcenter eingereichter eigener Gasrechnung und eigener Gasetagenheizung eines Leistungsbeziehers 
richten können und so ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Beratung nicht nachkommen können.                                                                                                          - 2 
Um diesem rechtswidrigen Zustand im Jobcenter Goslar mit seinen Zweigstellen im Landkreis endgültig abzuhelfen, 
stelle ich folgende Frage:
Ist folgende Lösung des Problems denkbar? 
Das Jobcenter Goslar erstellt ein Infoblatt über den Leistungsanspruch auf dessen Rückseite sich gleichzeitig ein kurzer Antrag auf Übernahme der gesamten Stromkosten (für Umwälzpumpe, Thermostat usw.) für eine eigene Gasheizung  befindet. Eine alternative Antragstellung sollte im Infoblatt und im Antrag auch für den Fall einer Gasheizung in einem Eigenheim eines Leistungsbeziehers vorgesehen sein.
Dieses Infoblatt mit Antrag auf der Rückseite wird der Einfachheit halber allen Antragstellern bei jeder Antragstellung zum ALG II – auch bei Wiederholungsanträgen – zusätzlich zu den normalen Antragsunterlagen ausgehändigt.
Nochmal zur Erläuterung:
Es besteht ein unstrittiger Leistungsanspruch und das Jobcenter ist gesetzlich verpflichtet, die Antragsteller spätestens dann zu informieren, wenn eine Gasrechnung für eine Gasheizung zur Kostenübernahme eingereicht wird.
Da das offensichtlich - aus welchen Gründen auch immer - nicht funktioniert, sollte überlegt werden, den oben beschriebenen Weg mit der Information aller Antragsteller bei jeder Antragstellung zu gehen.