Freitag, 03 April 2020 19:42

Einladung Webinar heute "Corona als Chance für linke Wirtschaftskonzepte?!"

Betreff: [Kreisverbaende] Einladung Webinar heute "Corona als Chance für linke Wirtschaftskonzepte?!"

Kurz vor knapp hier schnell weitergeleitet vom Bereich politische Bildung Berlin:


​Liebe Genoss*innen,
 
Wir alle durchleben gerade eine unwirkliche Situation. Das Corona-Virus hat unser aller Leben im Griff. Gerade in diesen turbulenten Zeiten ist es wichtig, sich politische Orientierung zu verschaffen und sich mit anderen Genoss*innen auszutauschen.
Deshalb haben wir die Webinarreihe "Kapitalismus, Krise, Korona" für euch entwickelt, die sich den drängenden Fragen in diesen Tagen widmen möchte.
Heute Abend um 19:30 Uhr findet bereits unser zweites Webinar statt, zu dem wir euch herzlichst einladen wollen. Zusammen mit Ingar Solty von der Rosa-Luxemburg-Stiftung stellen wir uns die Frage: "Corona als Chance für linke Wirtschaftskonzepte?!" Es wird eine spannende Diskussion, an der auch ihr teilnehmen könnt. Dazu müsst ihr euch unter dem folgenden Link anmelden:
 
Kurz vor Beginn des Webinars müsst ihr das kleine Programm "GoToOpener" herunterladen. Keine Sorge, das geht ganz schnell und ohne Komplikationen.
 
Auch die nächsten beiden Wochen haben wir ganz interessante Webinare für euch im Petto. Hier findet ihr den Link zur kompletten Webinarreihe:
 

​Und hier sind die Webinare ab nächster Woche nochmal aufgeführt inklusive Anmeldelinks:
 
3. Chinesisches Virus? Antirassismus in Zeiten von Corona
Dienstag, 7. April 19:30–21:30 Uhr
Ob im Supermarkt, im Hotel, im Bus, an der Uni oder auf der Straße: Menschen "asiatischer Herkunft" erleben zutage immer mehr rassistische Beleidigungen, Ausgrenzung bis hin zu physischen Angriffen. Die Corona-Pandemie begünstigt rassistisches Denken (‚chinesisches Virus‘). Same time: An den europäischen Außengrenzen verharren weiterhin unter unmenschlichen Bedingungen hunderttausende von Menschen in Lagern, denen die Einreise nach Europa auch wegen der Pandemie untersagt bleibt. Hier strenge Maßnahmen gegen Corona, in griechischen Geflüchteten-Hotspots fehlt Wasser zum Händewaschen. Da die kommende Zeit von großer Verunsicherung geprägt ist, lohnt es sich einen antirassistischen Blick auf die aktuelle Pandemie zu werfen.
 
4. Systemrelevant und trotzdem prekär – Corona und Geschlecht
Donnerstag, 9. April 19:30 Uhr–21:30 Uhr   – mit Kerstin Wolter
Die Corona-Pandemie rückt jene Arbeiten in den Mittelpunkt, die unser Leben und unsere Gesellschaft permanent am Laufen halten, sonst aber wenig Beachtung finden. Als „systemrelevant“ gelten nun u.a. Jobs im Gesundheitswesen, in der Pflege und im Einzelhandel. Auffällig ist, dass genau diese Tätigkeiten unterdurchschnittlich entlohnt werden. Hinzukommt, dass 75 Prozent der Beschäftigten in den systemrelevanten Berufen Frauen sind. In diesen Tagen wird ihnen von allen Seiten gedankt. Auch Wolfgang Schäuble lobte den Einsatz dieser Arbeiter*innen in der Krise und sorgte für Standing Ovations im Bundestag. Dabei war es gerade die von Schäuble vorangetriebene Kürzungspolitik, die in Europa das Zusammenkürzen des Gesundheitssektors gefordert hat. Statt also zu klatschen, müssen diese Arbeiten endlich die gesellschaftliche Anerkennung und entsprechende Entlohnung bekommen, die sie verdienen – nicht nur in der Krise, sondern auch in Zukunft. Warum gerade die Sorgetätigkeiten so schlecht entlohnt werden und welche Weichen wir jetzt stellen müssen, damit wir nach der Corona-Krise nicht in die nächste stürzen, darum soll es in diesem Webinar gehen.
Textgrundlagen:
Koebe, Josefine et al. (2020): Systemrelevant und dennoch kaum anerkannt: Das Lohn- und Prestigeniveau unverzichtbarer Berufe in Zeiten von Corona, DIW Aktuell, Nr. 28, 24. März 2020: https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.743854.de/diw_aktuell_28.pdf
Winker, Gabriele (2011): Soziale Reproduktion in der Krise – Care Revolution als Perspektive, in: Das Argument 292, Argument Verlag + Ariadne: Hamburg: https://www.gabriele-winker.de/pdf/DA292_winker.pdf
 
5. Eine offene Situation: Das Zeitfenster für die Welt nach Corona
Donnerstag, 16. 3. 19:30–21:30 Uhr
Die Welt steht Kopf. Was gestern noch unantastbar galt, wird heute über den Haufen geworfen: Der heilige Markt erlebt staatliche Eingriffe ohnegleichen, Privatisierungen werden zurückgenommen, Schuldenbremse und Schwarze Null sind Geschichte. Zugleich bricht sich Forderung nach einem Corona-Grundeinkommen Bahn. Automobilkonzernen wird nahegelegt, in die Produktion von Beatmungsgeräten einzusteigen. Zugleich werden Bürger*innen- und Menschenrechte drastisch beschnitten, während sich in den Nachbarschaften und Betrieben neue Formen der Solidarität entwickeln. Was jetzt (noch) im Fluss ist, wird vor allem die Zeit nach Corona prägen. Es ist an uns, die geschichtlich offen Situation in politische Forderungen zu übersetzen und die Chancen, die aus der Krise erwachsen, weiter voranzutreiben.
Textgrundlagen:
 
Wir freuen uns euch nachher im Webinar zu sehen und auf eure Fragen an Ingar Solty.
 
Liebe Grüße
euer Bereich Politische Bildung ​
 
Gelesen 4197 mal Letzte Änderung am Freitag, 28 August 2020 18:16