Montag, 06 Februar 2012 13:20

DIE LINKE für eine einheitliche Schulpolitik im Landkreis Goslar

Der Ortsvorstand der Partei DIE LINKE spricht sich für die Übertragung der Schulträgerschaft der weiterführenden Goslarer Schulen – das sind die Schulen ab der 5. Klasse, nicht die Grundschulen –  an den Landkreis aus. „Die Diskussion um den Zukunftsvertrag darf dabei keine Rolle spielen. Das Gerangel mit dem Landkreis um die finanziellen Belastungen zeugt von bildungspolitischer Dürftigkeit der streitenden Parteien. Letztendlich wäre es am vernünftigsten, wenn weder der Landkreis noch die Stadt Goslar daraus einen finanziellen Vorteil ziehen würde.“, so der Vorsitzende Karsten Färber.

Während in den Städten und Gemeinden außerhalb Goslars

der Landkreis Träger der weiterführenden Schulen ist, gibt es in Goslar weiterführende Schulen unter Trägerschaft der Stadt wie die Haupt- und Realschulen, die Gymnasien und die Integrierte Gesamtschule (IGS) sowie Schulen des Landkreises wie die Förderschule und die Berufsschulen, die u.a. Fachoberschulen und Fachgymnasien anbieten. Auf den Fachgymnasien machen mehr SchülerInnen das Abitur als an den „normalen“ Gymnasien. Die weiterführenden Schulen in Goslar werden nicht nur von Goslarer SchülerInnen besucht, sondern auch von SchülerInnen aus anderen Städten und Gemeinden des Landkreises; dies betrifft besonders die beiden Goslarer Gymnasien und die IGS. „Damit die Schulpolitik einheitlich und nicht in Konkurrenz zueinander betrieben wird, ist eine Landkreis weite Schulentwicklungsplanung nötig. Deshalb muss der Landkreis Träger aller Goslarer Schulen werden.“, fordert Karsten Färber.

„Die weitere Genehmigung von sogenannten „Oberschulen“ – das sind die Zusammenschlüsse von Haupt- und Realschulen -  sollte bis nach den Landtagswahlen zurückgestellt werden. Denn wenn die Landtagswahl im Januar 2013 zu einer Mehrheit aus SPD, Grünen und Linken führen wird, besteht die Hoffnung, dass weitere Integrierte Gesamtschulen eingerichtet werden können. Dann müsste die Sicherung von Schulstandorten nicht mehr durch Oberschulen geschehen, sondern durch kleine Integrierte Gesamtschulen, die auch den Zugang zum Abitur ermöglichen. Zusätzlich könnte das Abitur nach acht Jahren wieder abgeschafft werden, so dass die Oberstufe an Gymnasien wieder einheitlich auf drei Jahre erweitert wird. Dies würde weniger Stress für die Schüler und Schülerinnen bedeuten und zu einer höheren Abiturquote führen. Schließlich ist das Motto der Linken: Bildung für alle!

Gelesen 6278 mal Letzte Änderung am Freitag, 01 Januar 2016 12:55
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