Sonntag, 18 April 2021 11:22

DIE LINKE radelt

Goslar hat mal wieder beim Fahrrad-Klima-Test des ADFC mit der Note mangelhaft abgeschnitten hat. Der Ortsverband DIE LINKE weist deshalb darauf hin, dass das im letzten Jahr beschlossene Radverkehrskonzept zügig umgesetzt werden sollte. „Wenn die Stadtverwaltung bei jedem neuen Fahrradweg warten will, bis es dafür Fördermittel gibt, dann warten wir in Goslar noch ewig darauf,“ beklagt der Ortsverbandsvorsitzende Karsten Färber.

„Fahrrad fahren ist nicht nur gesund, sondern auch umweltfreundlich und daher ein Beitrag zur Mobilitätswende. Damit diese Wende nicht nur ökologisch, sondern auch sozial sein kann, hatte DIE LINKE zu Weihnachten eine Fahrradprämie von 200 Euro im Bundestag beantragt. Die Bundesregierung hat aber lieber die „systemrelevante“ Autoindustrie unterstützt,“ ergänzt Färber.

DIE LINKE macht konkrete Vorschläge, die zum Teil schon im Radverkehrskonzept stehen, wie in Goslar der Radverkehr sicherer und attraktiver gemacht werden kann:

  • Breite Straße: zunächst ein Überholverbot für PKWs in verkehrsberuhigter Tempo-20-Zone sowie eine Aufpflasterung in der Breiten Straße im Eingangsbereich zur Fußgängerzone für den Raddurchgangsverkehr von der Sommerwohlenstraße zur Charley-Jacob-Straße, dann ein Schutzstreifen für den Radverkehr und schließlich nur noch Anliegerverkehr.
  • Entschärfung der Einmündung der Brückenstraße in die Mauerstraße durch einen Schutzstreifen und die Verlängerung des Fahrradweges bis zur Springerstraße.
  • Kreuzung Robert-Koch-Straße/Lilienthalstraße durch Schutzstreifen und rote Fahrbahnmarkierungen für den Radverkehr aufwerten.
  • Aufbringung von Radfahrstreifen auf der Hildesheimer Straße, auch auf der Brücke über die B6.
  • Rote Fahrbahnmarkierungen auf den Kreuzungen der Okerstraße mit dem Reiseckenweg und der Immenröder Straße nähe Breites Tor und Sanierung des Radwegs nach Oker.
  • Sanierung des Radwegs an der Grauhöfer Landwehr.
  • Radfahrstreifen auf der Försterbergstraße zwischen Hahndorf und der Kleinsthofsiedlung.
  • Schaffung einer sicheren Radverkehrsverbindung zwischen Jerstedt und Goslar mit einem Schutzstreifen auf der Alten Heerstraße und der Wachtelpforte.
  • Ein nachträglicher Bau von Fahrradwegen und Radfahrstreifen im Fliegerhorst.
  • Einführung eines Mängelkatasters mit Hilfe der Meldeplattform RADar!

Die Maßnahmen für mehr Sicherheit im Radverkehr müssen schnell umgesetzt werden, damit Goslar beim nächsten Fahrrad-Klima-Test besser abschneidet. Radwege müssen zukünftig in der Planung von Wohn- und Gewerbegebieten verpflichtend sein.

Gelesen 585 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 28 April 2021 12:35