DIELINKE-Goslar.de - Arbeit

„Den vollmundigen Ankündigungen, grenzübergreifendes Lohndumping entschieden zurückzudrängen, will die Bundesregierung offenkundig keine Taten folgen lassen. Arbeitsminister Hubertus Heil ist im Begriff, eine riesige Chance zu verpassen, das Tarifvertragssystem in Deutschland zu stabilisieren. Wenn die Große Koalition ihren Gesetzentwurf nicht noch einmal grundsätzlich überarbeitet, bleiben der rücksichtslosen Ausbeutung entsandter Beschäftigter weiter Tür und Tor geöffnet“, kritisiert Pascal Meiser, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, den heute vom Bundeskabinett verabschiedeten Entwurf zur Umsetzung der überarbeiteten EU-Entsenderichtlinie in deutsches Recht. Meiser weiter:

Trotz guter Konjunktur hat sich der Niedriglohnsektor in Niedersachsen verfestigt. Das hat Folgen für den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten mit einem Zweitjob ist seit 2003 um 174 Prozent gewachsen. Fast 10 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben mehrere Jobs - und das gewiss nicht aus Langeweile. Gründe, Auswirkungen und Gegenmaßnahmen erläutert das #schlaglicht Nummer 04/2020.

weiterlesen...

mindestlohn

Die Bundesregierung diskutiert seit Wochen eine Erhöhung des Mindestlohns. Kräftig soll sie ausfallen. Von 9,19 auf zwölf Euro – wenn es nach dem Willen der SPD geht.Für die führende Hartz-IV-Partei ein riesiges Eingeständnis, 15 Jahre etwas falsch gemacht zu haben. Zugeben will sie das natürlich nicht. Der andere Teil der «Groko» will eigentlich keine Erhöhung und verschanzt sich hinter der regierungsamtlichen Mindestlohnkommission, mit der das Ziel der SPD voraussichtlich wohl nicht zu erreichen sein wird.

Thomas Händel ist stellvertrender Vorsitzender der RLS. Von 2009 bis 2019 war er Abgeordneter im Europaparlament und Vorsitzender des Beschäftigungsausschusses.

Was dann wann kommt, steht in den Sternen. Doch selbst mit den zwölf Euro wäre das Klassenziel nicht erreicht. Wollte man wirklich einen armutsfesten Mindestlohn konstituieren,

weiterlesen...

"Big Brother is watching you" aus dem Roman von George Orwell 1984 ist längst Realität. Stellen Sie sich vor, Sie gehen morgens zur Arbeit. Erste Amtshandlung: Ein kleines Gerät wird an den Hals angelegt. Hier wird alles, wirklich alles, was den Arbeitstag über abläuft, aufgezeichnet. Auch auf der Toilette ist diesses Gerät mit dabei.

Mehr als 10 000 Menschen tragen es lt. Bericht des "Economist". Argumentiert wird der "steigenden Produktivität der Arbeitnehmer". Wann endlich kümmert man sich auch um die negative Seite dieser Datensammelwut? Der Gesetzgeber sieht hier noch nicht den enormen Bedarf an Schutz der Privatsphäre. Big Data gehört dringend streng kanalisiert und ebenfalls überwacht!

https://www.economist.com/special-report/2018/03/28/there-will-be-little-privacy-in-the-workplace-of-the-future

https://www.humanyze.com/

arbeitsunrecht in DeutschlandHorrojobs in Deutschland? Diese Seite deckt unfaire Praktiken der Arbeitgeber auf und startet fantasievolle Gegenwehr!

1.mai dielinkeDer 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Es ist auch ein Tag um für Demokratie zu kämpfen. Denn die Mehrheit der Bevölkerung muss von ihrer Arbeit leben und besitzt keine Fabriken oder Milliarden-Vermögen. In Goslar wurde nicht nur an die Missstände zum Thema "Arbeit" erinnert. Die Themen waren sehr vielfältig. Ein Hinweis darauf, dass die Unzufriedenheit mit bisherigen politischen Lösungen auf vielen Feldern massiv wächst.

Für "Arbeit" gilt: Das Versprechen der sozialen Marktwirtschaft, dass jeder, der sich anstrengt, auch zu Wohlstand kommen kann, gilt im Zeitalter von Niedriglöhnen nicht mehr. Das Leben zu planen und eine Familie zu ernähren wird immer schwerer. Mieten fressen die Löhne auf und gerade diejenigen, die sich um Alte, Kranke oder Kinder kümmern, werden oft mies bezahlt. Weit mehr als die eigene Leistung entscheidet die Herkunft über die Chance auf ein gutes Leben. Die Vermögensungleichheit ist so hoch wie zu Kaiser Wilhelms Zeiten.

Wir stehen auf gegen Leiharbeit, Befristungen ohne sachlichen Grund, Missbrauch von Werkverträgen & Scheinselbständigkeit. Wir kämpfen für u.a. auch für:

  • den Schutz der Lebensleistung durch längeres Arbeitslosengeld 1, ein Ende der Pflicht jeden unterbezahlten Job annehmen zu müssen und eine soziale Mindestsicherung. Denn Hartz IV ist Lohndrückerei
  • Ein Rentensystem wie in Österreich, wo alle in die Rentenkasse einzahlen und das vor Altersarmut schützt
  • Eine Pflegeversicherung die pflegende Menschen vor dem Ruin schützt
  • Einen Mietendeckel der den Mietwucher stoppt
  • Eine Vermögens- und Erbschaftssteuer die den Geldadel in die Pflicht nimmt
IMG 20190501 WA0005 IMG 20190501 WA0007 IMG 20190501 WA0009 IMG 20190501 WA0012

ArmutIn Deutschland gibt es erheblich mehr Niedriglohnjobs als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer neuen Analyse, die dem «nd» vorab vorlag. Für die Studie wurde erstmals nicht nur der Hauptberuf von Beschäftigten betrachtet, sondern auch ihre Nebentätigkeiten. Dies war möglich, weil hierzu nun ausreichend Informationen vorliegen

weiterlesen....

LeiharbeitEinem Mann wird gekündigt. Die selbe Stelle wird ihm als Leiharbeiter zu 70% des alten Lohnes angeboten. Um eine Sperre für Arbeitslosengeld zu vermeiden, muss der Mann akzeptieren. Aprilscherz oder unsoziale Auswüchse neuerer Arbeitsmarktpolitik?

Zur Aufklärung....

HARTZ4Sie sind aufstockender Niedriglöhner? Dann bereiten Sie sich schon einmal auf eine großen Schock vor:

Der Niedriglohnsektor in Deutschland boomt, über eine Million Betroffene müssen mit Hartz IV aufstocken. Ökonomen vom Ifo-Institut wollen Betroffene nun angeblich aus dieser "Falle" befreien – mit rigorosen Einschnitten, die sie noch ärmer machen. Die Union will dies mittragen. Scheinheiligerweise heißt dieses Programm „Raus aus der Niedriglohnfalle“. Ein Name, der das Gegenteil seiner Wirkung suggeriert, an Zynismus kaum zu überbieten.

weiterlesen..