Donnerstag, 10 September 2020 08:49

Kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige werden mit komplizierten Förderkriterien schikaniert

Laut einem Bericht des Bundesfinanzministeriums sind nur zwei Drittel der Corona-Soforthilfen für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen abgeflossen. Rund 28 Prozent der Mittel wurden nicht abgerufen. Niedersachsen ist mit diesem Wert Schlusslicht im Bundesvergleich. Victor Perli dazu:

„Die Corona-Soforthilfen sollten Solo-Selbständigen und kleinen Unternehmen in der Krise sofort helfen – schnell und unbürokratisch. Hier ist gewaltig etwas schief gelaufen, wenn Monate später fast ein Drittel der Mittel noch nicht ausgezahlt worden ist. Niedersachsen ist damit Schlusslicht, andere Bundesländer haben es besser hinbekommen. Neben den schleppenden Antragsverfahren sorgen auch viel zu komplizierte Förderkriterien dafür, dass nicht alle Betriebe, die Unterstützung brauchen, auch welche bekommen. Bei mir gab es viele Beschwerden von kleinen Betrieben, die in der Krise keine Unterstützung erhalten haben, weil sie Förderkriterien nicht in jedem Punkt erfüllen. Während bei Großkonzernen Milliardenhilfen nahezu ungeprüft fließen, werden die um das wirtschaftliche Überleben kämpfenden Kleinen mit bürokratischen Antragsverfahren, komplizierten Förderkriterien und schleppenden Bewilligungen schikaniert.“