von Wolfgang Bischoff

Lust auf ein kleines Quiz?

Wenn Ihr auf Spiegel-online geht findet Ihr diese Corona-Statistik:

Entwicklung der Fallzahlen weltweit

Land

bestätigt Infizierte

Tote

 

bislangtägl. Anstieg

NeuinfektionenTrend ggü. Vorwoche

bislangtägl. Anstieg

 USA

1.094.640+29.000

konstant-1 %

64.324+1900

 Spanien

213.435+1700

sinken stark-57 %

24.543+340

 Italien

207.428+2200

sinken-26 %

28.236+350

 Großbritannien

178.684+4700

konstant-5 %

27.583+720

 Frankreich

167.303+1300

sinken-47 %

24.628+360

 Deutschland

163.855+1400

sinken-36 %

6670+150

 Türkei

122.392+2600

sinken-33 %

3258+98

 Russland

114.431+6200

steigen+26 %

1169+74

 Iran

95.646+1100

sinken-16 %

6091+78

 Brasilien

91.589+5300

steigen stark+89 %

6329+380

·  Welches Land fehlt? Kleiner Tipp es ist nicht so besonders groß.

Größerer Tipp: Welches Land in Europa geht einen anderen Weg und wird deshalb auch angegriffen?

Yes - es ist Schweden.

Die Zahlen für Schweden sind natürlich auch im Netz zu finden.

Tabelle1Tabelle2Tabelle3

Wer sich diese Zahlen ansieht, wir sehr schnell darauf stoßen, dass die Zahlen in "Spiegel-online" absoluter "Murks" sind, weil nicht vergleichbar. Natürlich hat ein Staat mit vielen Einwohnern mehr Fälle (die Anzahl der Fälle ist ja Grundlage der Spiegelstatistik) als ein kleiner Staat. 

Wenn man auf aussagekräftige Zahlen kommen will, muss man die Infiziertenfälle in Relation zur Bevölkerung setzen und man muss auch die Erfassungs- und Gesundheitssysteme in den Staaten berücksichtigen (vergleichbar sind sie ja nicht) und auch die "Offenheit" der Staaten muss man berücksichtigen. 

Wenn man den schwedischen Sonderweg bewerten will, muss die schwedischen Ergebnisse mit "annähernd vergleichbaren" Staaten vergleichen. 

Schweden ist ein kleiner europäischer Staat. 

Ein Vergleich mit den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Irland  oder Portugal o.k.

Dann schaut Euch die Zahlen an.

Ja - ich habe vielleicht eine manipulative Auswahl getroffen.

Aber wir können uns auch die Zahlen von Deutschland und Frankreich ansehen. 

Schweden liegt bei den Zahlen in Relation zur Bevölkerung etwas höher. Aber immer noch einer - wenn man europäische Werte zugrunde legt - akzeptablen statistischen Bandbreite und dies ohne derart gravierende Einschränkungen, wie wir sie erleben. 

Deshalb: Traue keiner Statistik ...  

Daher noch eine Frage: 

Welche Statistik drückt aus, wie die gesundheitliche Belastung in Deutschland tatsächlich ist?

Die Entwicklung der über die Gesamtdauer der Pandemie Erkrankten oder die Statistik über die aktuell tatsächlich Erkrankten? 

Was uns präsentiert wird, die "Fieberkurve" der über die Gesamtdauer Erkrankten und dies ist nun einmal logisch bedingt eine ständig steigende Kurve. 

Eine Statistik, in der die Genesenden und auch die Toten abgezogen werden, würde darstellen, wie sich die Zahl der aktuell Erkrankten würde wahrscheinlich eine sinkende Kurve darstellen.  

Aber die wird uns nicht gezeigt, weil sich damit das Aufrechterhalten der Grundrechtseinschränkungen nicht mehr rechtfertigten ließe.

Ein abschließender Gedanke: 

Grundrechte die wesentliche Grundlage dieser Republik. Republik ist eine "öffentliche Sache". 

Ja - der Bundestag tagt öffentlich. Jeder Landtag tagt öffentlich. Jeder Kreistag und jeder Gemeinderat tagt öffentlich.  Der Bundesrat tagt öffentlich. 

Die Video-Schalte des Entscheidungsgremiums während der Corona-Krise, das sind offenbar die Video-Konferenzen zwischen dem Corona-Kabinett und den Ministerpräsidenten und unbekannten Experten, finden ohne jegliche öffentliche Beteiligung und Kontrolle statt.

Noch Fragen?

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Bitte lesen Sie das ganze Schreiben...

Nahverkehr findet am Boden statt, Nahverkehr ist am Boden. Diesen Eindruck jedenfalls gewinnt man, wenn man dieser Tage fast in Geisterzügen, Geisterbussen zwischen Harz und Heide unterwegs ist. Die Erixx- Enno-DB-Züge, Westfalenbahnen sind nur spärlich besetzt. Corona-Zwangsmaßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen, Homeoffice und die eigene Angst vor Ansteckung lassen die Mitfahrfrequenzen oft gegen Null tendierend zusammenschmelzen. Das bedeutet: volle Ausgaben, aber geringe Einnahmen.

Diese Situation ist nicht aufzulösen, sind doch viele dieser Verkehrsbetriebe kommunal organisiert und erhalten deshalb aus den ausgelobten Hilfspaketen von Bund und Land ---- nichts ! Die Einnahmenverluste auszugleichen obliegt den Kommunen, die aber kämpfen einen Mehrfronten-Kampf: Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Kita usw. generierte Einnahmen brechen weg, da bleibt nicht mehr viel für den ÖPNV.

Und genau da liegt der casus knaxus: Statt nach dem Gießkanenprinzip Milliarden an Konzerne zu geben, die Vorstände und Aktienbesitzer mit exorbitanten Dividenden bedenken, sollte ein Rettungsschirm für Kommunen gespannt werden. Der Nahverkehr als notwendiges Implement der öffentlichen Daseinsvorsorge würde gestützt. Gerade sozial Schwache würden auf diesem Wege profitieren.

Für den Kreisvorstand

sahraDas ist nur eines der neuen Themen in dem Newsletter #98 von Sahra Wagenknecht

http://aktionsmail.team-sahra.de/issues/jetzt-zahlt-das-wir-meine-antwort-auf-die-solidaritatsheuchler-243190

http://aktionsmail.team-sahra.de/?utm_campaign=Issue&utm_content=profileimage&utm_medium=email&utm_source=Sahra+Wagenknecht

Maske

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Der Verfassungsnotstand Rubikon-Herausgeber Jens Wernicke veröffentlicht eine Corona-Musterklage und Dr. Bodo Schiffmann erklärt, warum friedlicher Widerstand aller Demokraten jetzt unabdingbar notwendig ist. von Jens Wernicke
 

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Der Zugang zur Fußgängerzone und zu Geschäften soll wegen des Schutzes vor Corona über digitale Tickets begrenzt werden. So lautet ein Vorschlag des Industrie- und Handelskammertags. Der Städte- und Gemeindebund lehnt dies ab.

1.MaiUnd wiedereinmal bezahlt die Allgemeinheit den Bonus und nicht die privaten Investoren, die sich über Jahre die Taschen vollgestopft haben und weiterhin hohe Renditen erwirtschaften zu Lasten derP atienten und des Pflegepersonals.Diese Einrichtungen gehören in die öffentliche Hand und dürfen nicht dem Profitstreben des Marktes überlassen werden.

Wer soll das bezahlen?

 

Die Kosten der Crona-Krise gerecht verteilen