Info- und Talkabend : Pflege!

Pflege

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IMG 20180906 WA0003Bundesweiter gesetzlicher Personal-Patienten-Schlüssel ist zwingend erforderlich

Petra Stolzenburg eröffnete den Talk- und Informationsabend in der Seniorenresidenz „Am Stübchenbach“ in Bad Harzburg mit dem Statement: „Die Politik reagiert auf unterversorgte Patienten/Bewohner, überlastete Pflegekräfte und hilflose Angehörige seit Jahren mit Versprechungen“. Sie begrüßte viele nichtlinke Gäste, u.a. Personalvertretungen, Wohlfahrtsverbände und Heimleitungen.

Zunächst stellte Diethard Heindorf, der in der Erwachsenenbildung tätig ist, die harten Fakten und Daten der Pflege in Deutschland dar. Er erklärte u.a. dass auch die Carlylegruppe, in Goslar durch die kurze Übernahme von HC Starck bekannt, kräftig als Investor in der Pflege  mitmischt. Es geht um hohe Renditen in Milliardenhöhe. Und hohe Renditen werden erreicht, indem an Beschäftigten und Bedürftigen gespart wird. 

Der Talk- und Informationsabend mit Moderator Bernd Krage-Sieber, bekannt in Bad Harzburg als ehemaliger Lehrer am WvS und Liedermacher, sowie den Referenten Pia Zimmermann, MdB der Partei Die Linke und Jens Havemann, Gewerkschaftssekretär von ver.di, zuständig für Gesundheit und Pflege, war in jeden Fall informativ.

Deutschland ist Europaweit Schlusslicht beim Pflegepersonal in Krankenhäusern.

Pia Zimmermann berichtete von Besuchen in Einrichtungen, wo auf die Frage hin, was der erste Wunsch ist, fast ausschließlich mit „Mehr Personal“ beantwortet wird.

Petra Stolzenburg, Kreisvorsitzende, gab die Frage an das Publikum weiter, die diesen Wunsch bestätigten. 

Durchweg sind die Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen eines ganz gewiss, nämlich „Hochmotiviert“. Dennoch wurde auch über die Entlohnung gesprochen. Jens Havemann erklärte, dass die Organisierung der Beschäftigten nicht einfach sei, aber es zeigen sich Erfolge. In vielen Kliniken z.B. konnten Haustarifverträge verhandelt werden und der Organisationsgrad steige.

 „So lange die Löhne in der Pflege geringer als die von Facharbeitern in der Industrie sind, werden diese Arbeit weiterhin hauptsächlich von Frauen erledigt. Das muss sich ändern! DIE LINKE fordert einen Mindestlohn von 14,50 Euro in der Altenpflege“, so Pia Zimmermann.

Bernd Krage-Sieber stellte die Frage nach dem Gesetzentwurf zum Pflegestärkungsgesetz von Minister Spahn. Hier hagelte es Kritik, zwar würde endlich der Pflegenotstand angegangen werden, aber die Pflege aus den Fallpauschalen herauszulösen, wird nicht vollständig eingelöst. Der Pflegelastkatalog bildet nicht den tatsächlichen krankenhausindividuellen Pflegeaufwand ab. Tritt er wirklich in Kraft, dann sind Unterfinanzierungen in der Pflege und ein Wettbewerb, wieder auf Kosten der Beschäftigten und der Pflegebedürftigen, vorprogrammiert. Die wissenschaftliche Erarbeitung einer bedarfsgerechten Personalbemessung, die für die Pflege dringend erforderlich ist, wäre wichtiger.

In einem Punkt waren sich Pia Zimmermann und Jens Havemann in jedem Fall einig, nämlich das der Druck von den Beschäftigten in der Pflege und von den Pflegebedürftigen sowie deren Angehöriger zunehmen muss. Eine Demonstration aller RollstuhlfahrerInnen wäre z.B. ein Aufbäumen.

Bei abschließenden Häppchen wurden noch einige Gespräche und Erfahrungen ausgetauscht.

Petra Stolzenburg 07.09.2018

Einladung

Vorderseite Rückseite
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