DIELINKE-Goslar.de - Umwelt
8. 03. 2020 | Helge Peukert, Ökonomieprofessor in Siegen, wundert sich, dass massenhaft Unternehmen klimaneutral werden, obwohl die Autos immer mehr und größer werden und die Gewinne weiter sprudeln. Ist es so leicht und billig, klimaneutral zu werden? Er macht die Probe aufs Exempel. Ein Gastbeitrag. …

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Ich habe diesen Beitrag wirklich nachvollzogen! Zugegebenermaßen war die Eingabe der Daten oftmals geschätzt; heraus kamen ca. 36 t CO2. Für 250 US-Dollar, die ich in ein Projekt investiere, kann ich mir absolute Klimaneutralität bescheinigen lassen....

Wenn also Firmen das auch können, ist die Werbung mit diesem Zertifikat für mich das was auch der Autor annimmt, ein Bluff, der von den Vereinten Nationen positiv zertifiziert wird!

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Artenschutzklein
 
Warum ein gesetzlich abgesicherter Naturschutz und bessere Arbeitsbedingungen kein Ende der Ausbeutung von Mensch und Natur bedeuten, diskutiert Patrick Viol in seinem Kommentar.
 

Der Verlust der Artenvielfalt auf der einen Seite und die miesen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie auf der anderen haben etwas gemeinsam: Sie sind Resultate unserer Produktionsweise, die nicht auf der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse (von tierischen braucht man gar nicht reden), sondern auf der Anhäufung von Mehrwert durch Konkurrenz und Produktivkraftsteigerung basiert. Die Landwirtschaft auf der einen und die Fleischindustrie auf der anderen Seite arbeiten daher innerhalb eines Rahmens, der ihnen abverlangt - sofern sie nicht untergehen wollen -, aus den gegebenen rechtlichen Bedingungen so viel wie möglich rauszuholen. Intensive Flächennutzung und „Effizienz steigernde“ Arbeitsbedingungen, das heißt: Die größtmögliche Ausbeutung der Natur wie der Arbeitskräfte ist der alltägliche Arbeitsmodus. Der hat Folgen, langfristige und immer wieder ganz unmittelbare. Der Bericht der Lage zur Natur macht auf die langfristigen aufmerksam: das Artensterben. Das wiederum andere, noch nicht abschätzbare Folgen zeitigen wird. Und der durch den Zwang zur Ausbeutung der Arbeitskräfte bedingte mangelhafte Arbeitsschutz führte in großen Schlachtbetrieben nun unmittelbar zu massenhaften Ansteckungen mit Covid-19. Von denen man nur hoffen kann, dass sie nicht zu schweren Krankheitsverläufen führen.

Gegen das Artensterben wird jetzt ein Volksbegehren auf den Weg gebracht, um den Naturschutz gesetzlich zu verankern. Das zu tun, ist vernünftig, bleibt aber selbst eine kurzfristige Maßnahme. Es wird dadurch nicht das ausbeuterische Verhältnis zur Natur insgesamt verändert. Im Grunde handelt es sich dabei lediglich um ein erweitertes und verbessertes Folgenmanagment unserer für die Artenvielfalt schädlichen Produktionsweise. Das macht lediglich die Beherrschung der lebendigen Natur weniger ruinös, während es darum ginge, das Verhältnis zwischen Mensch und Natur vernünftig zu gestalten. Das heißt, sich auf Natur nicht mehr bloß instrumentell zu beziehen: Ohne Angst vor ihr gut von ihr leben zu können, ohne sie zu brechen. Dazu bedürfte es aber freier, d. h. nicht ausgebeuteter Menschen. Die aber werden nicht dadurch frei, dass man bloß bessere Arbeitsbedingungen schafft, wie beispielsweise mit dem Verbot für Werkverträge und Leiharbeit in der Fleischindustrie. Dadurch endet nicht die Ausbeutung der Arbeitskräfte. Dass Bundesarbeitsminister Heil glaubt, er betriebe mit dem Verbot eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Ausbeutung, verrät nur die sozialdemokratische Verkürzung seines Begriffs von Ausbeutung. Es ist wie beim Naturschutz: Ein besserer Arbeitsschutz ist zwar dringend notwendig, beendet aber keineswegs die Ausbeutung von Menschen, er gestaltet sie nur angenehmer. Ausbeutung erschöpft sich eben nicht darin, dass man schlechten Arbeitsbedingungen ausgesetzt ist. Sie liegt prinzipiell darin, dass die natürliche Fähigkeit der Menschen, mehr zu arbeiten, als sie für ihre Reproduktion benötigen, vollends in die Akkumulation von Mehrwert eingespeist wird. Ausbeutung ist, dass sich die potenziell frei verfügbare Zeit der Menschen durch die absolute Inanspruchnahme ihrer natürlichen wie gesellschaftlich gesteigerten Fähigkeit in Mehrarbeit verkehrt und ihnen dadurch eine freie Gestaltung der Welt unmöglich ist. Das heißt: Erst wenn die Menschen ihre Produktion so gestalten, dass ihnen das größtmögliche Quantum freier Zeit zukäme, dann könnte auch die lebendige Natur durchatmen.

Osterholzer Anzeiger 22. Mai 2020

Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Redakteurs, Herrn Patrick Viol

Europas Regierungen fördern fossile Brennstoffe mit mehr als 137 Milliarden Euro im Jahr. So sabotieren sie ihre eigenen Klimaziele 

 
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Corona Die Krise ist eine Chance, unsere Wirtschaft zum Wohle aller umzubauen. Es gilt mehr denn je, diese Welt zu retten – nicht ihre Zerstörer

„Bitte nicht wiederbeleben!“ Dieses Etikett sollte an der Öl-, Flug- und Autoindustrie angebracht werden. Stattdessen sollten Regierungen die Mitarbeiter dieser Unternehmen finanziell unterstützen, während sie die Ökonomie umbauen, um neue Arbeitsplätze in anderen Wirtschaftssektoren zu schaffen. Gefördert werden sollten vor allem Bereiche, die dabei helfen, das Überleben der Menschheit und der restlichen lebenden Welt zu sichern.

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Bitte lesen Sie das ganze Schreiben...

Text zur Sendung:

20 Jahre haben die Bürger/innen private Photovoltaikanlagen auf die Dächer und später Stromspeicher in die Keller gebaut. Die Menschen produzieren selber preiswerte Energie und verbrauchen diese selbst. Das spart viel Geld! Und man ist vor steigenden Energiekosten für Strom, Wärme und Mobilität sicher. Damit soll jetzt Schluss sein, fordern die Bundesnetzagentur und die alte Energie-Industrie. Es kommt die „Enteignung der privaten PV-Erzeugung“, so der Bundesverband Energie-Speicher-Systeme (BVES).

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https://www.oekologische-plattform.de/2020/04/anschlag-auf-die-energiewende/

Medien

Ökol Logo_Pressemitteilung                                                                                       Goslar, 10.2.20

Sehr geehrte Redaktion,                                                                                         

ich bitte Sie, diese Pressemitteilung in Ihrer Zeitung zu veröffentlichen.

DIE LINKE gegen die Erweiterung des PLG-Gefahrstofflagers

Die Firma PLG strebt eine Erweiterung ihrer Lagerflächen im Gewerbegebiet Harlingerode an. Gelagert, kommissioniert und umgeschlagen werden jetzt schon gefährliche Pflanzenschutzmittel und andere Chemikalien. Die bisherige Genehmigung umfasst ein Grundstück in der Größe von fünf Fußballfeldern mit einem Volumen von 7.800 Tonnen. Dieses Volumen soll nun verdreifacht werden, während die Lagerkapazität von akut toxischen Stoffen verzehnfacht werden soll. Mit Emissionen in die Umgebungsluft durch Lagerhallenlüftung ist zu rechnen. Der Hauptsitz von PLG bleibt weiterhin in Baddeckenstedt.

DIE LINKE, Umweltverbände und Geologen haben große Bedenken gegen diese Erweiterung u.a. wegen des Karstuntergrunds und wegen eines Erdfalls in der Nähe. Bei einem Störfall gibt es eine erhöhte Gefährdung des Grundwassers sowie des Oberflächenwassers - die tiefer gelegene Radau ist nur 250 m entfernt. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie wies schon 2016 auf instabile Bodenverhältnisse hin.

Eine Ansiedlung der PLG in Goslar im Gewerbegebiet Baßgeige wurde abgelehnt wegen der Nähe zum Wasserschutzgebiet. Der Stadtrat von Bad Harzburg und der grüne Bürgermeister stimmten 2016 für die Ansiedlung von PLG im Gewerbegebiet Harlingerode.

„Wir lehnen die Erweiterung sowie die bisherige Ansiedlung der PLG in der Kurstadt Bad Harzburg ab, weil von ihr eine Gefahr für die Menschen und die Natur ausgeht.“, erklärt Karsten Färber, Sprecher der Ökologischen Plattform Niedersachsen.

Mit freundlichen Grüßen

GZ am 20.02.2020: Jetzt kommen Argumente auf den Tisch: Bei einem Erörterungstermin diskutieren PLG und Bürger über die Gefahrstofflagerung-Erweiterung bei Harlingerode

GZ am 21.02.2020: Einwender bleiben der Erörterung fern: Dritter Verhandlungstag zur Gefahrstofflager-Erweiterung bei Harlingerode endet bereits nach einer Stunde

 
   

Für die Batterien von Elektroautos und Smartphones braucht man Lithium. Das Leichtmetall gibt es vor allem in Südamerika, aber auch in Portugal mit den europaweit größten Vorkommen. Doch dort gibt es heftigen Widerstand gegen den Abbau.

Der Entwurf des Kabinetts zum Kohleausstiegsgesetz steht: Kohlekonzerne bekommen demnach Milliarden an Subventionen sowie ein neues Kraftwerk, private Haushalte sollen blechen. Das dürfte die Gesellschaft weiter spalten.

von Susan Bonath

Subventionen in Milliardenhöhe an die Konzerne plus ein neues Kraftwerk, einseitige Belastung der privaten Haushalte und weitere Verschleppung der Umweltprobleme:

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