Samstag, 10 August 2019 09:32

Steuern werden Tieren nicht zugutekommen

SteuerGZ vom 8.9.2019 Leserbrief von Herbert Pohle zum Artikel „Ist Fleisch wirklich billig?“

Steuern werden Tieren nicht zugutekommen

Es ist wirklich erstaunlich, mitzuerleben, mit welchen Ideen unsere Regierenden versuchen, dem Bürger das Geld aus der Tasche zu ziehen, um über Steuereinnahmen die leeren Kassen zu füllen. Auf die Idee, darüber nachzudenken, an welcher Stelle sinnvoll gespart werden kann, scheint dort niemand zu kommen. So wird unter anderem mal schnell eine Milliarde Euro durch nicht zustande gekommene Mautverträge verbrannt. Ob Gorch Fock, Stuttgart 21 oder BER, fast täglich finden wir Nachrichten über die Verschwendung von Steuergeldern.

Macht nichts! Es gibt ja den nachwachsenden Rohstoff Steuerzahler. Nun wieder eine neue Idee! Wäre ja vielleicht möglich, Steuereinnahmen über die Erhöhung der Mehrwertsteuer bei Fleischprodukten zu generieren.

Da Steuern nicht zweckgebunden eingenommen werden dürfen, bedarf es keines Studiums, um zu erkennen, dass das wenigste oder gar nichts dieser Einnahmen den Tieren zugutekommen würde.

Einem Schwein stehen in den Mastbetrieben 0,75 qm an Fläche zu! Wenn diese Fläche per Gesetz auf 1,5 qm verdoppelt wird (was für meine Begriffe immer noch zu wenig ist), wird der Fleischpreis wie gewünscht steigen und es würde zusätzlich etwas für das Tierwohl getan.

Auch das Leiden anderer Nutztiere, kann – wenn nur politisch gewollt – durch den Gesetzgeber gemindert werden. Keine Steuereinnahmen – aber ein ggutes Gewissen und das „gewünschte“ Ergebnis.