Montag, 10 Februar 2020 18:10

DIE LINKE gegen die Erweiterung des PLG-Gefahrstofflagers

Ökol Logo_Pressemitteilung                                                                                       Goslar, 10.2.20

Sehr geehrte Redaktion,                                                                                         

ich bitte Sie, diese Pressemitteilung in Ihrer Zeitung zu veröffentlichen.

DIE LINKE gegen die Erweiterung des PLG-Gefahrstofflagers

Die Firma PLG strebt eine Erweiterung ihrer Lagerflächen im Gewerbegebiet Harlingerode an. Gelagert, kommissioniert und umgeschlagen werden jetzt schon gefährliche Pflanzenschutzmittel und andere Chemikalien. Die bisherige Genehmigung umfasst ein Grundstück in der Größe von fünf Fußballfeldern mit einem Volumen von 7.800 Tonnen. Dieses Volumen soll nun verdreifacht werden, während die Lagerkapazität von akut toxischen Stoffen verzehnfacht werden soll. Mit Emissionen in die Umgebungsluft durch Lagerhallenlüftung ist zu rechnen. Der Hauptsitz von PLG bleibt weiterhin in Baddeckenstedt.

DIE LINKE, Umweltverbände und Geologen haben große Bedenken gegen diese Erweiterung u.a. wegen des Karstuntergrunds und wegen eines Erdfalls in der Nähe. Bei einem Störfall gibt es eine erhöhte Gefährdung des Grundwassers sowie des Oberflächenwassers - die tiefer gelegene Radau ist nur 250 m entfernt. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie wies schon 2016 auf instabile Bodenverhältnisse hin.

Eine Ansiedlung der PLG in Goslar im Gewerbegebiet Baßgeige wurde abgelehnt wegen der Nähe zum Wasserschutzgebiet. Der Stadtrat von Bad Harzburg und der grüne Bürgermeister stimmten 2016 für die Ansiedlung von PLG im Gewerbegebiet Harlingerode.

„Wir lehnen die Erweiterung sowie die bisherige Ansiedlung der PLG in der Kurstadt Bad Harzburg ab, weil von ihr eine Gefahr für die Menschen und die Natur ausgeht.“, erklärt Karsten Färber, Sprecher der Ökologischen Plattform Niedersachsen.

Mit freundlichen Grüßen

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